Hörmann LPU 40 Antrieb im Test: Was taugt der Motor wirklich?
Das Schwingtor Hörmann LPU 40 gilt als Klassiker unter den Garagentoren – aber was bringt der beste Torflügel ohne einen zuverlässigen Antrieb? In diesem Testbeitrag fokussieren wir uns exklusiv auf die Motorentechnik, die Steuerung und die alltägliche Performance des Antriebssystems. Wir prüfen, ob der Antrieb den hohen Erwartungen gerecht wird und ob er zurecht als „Testsieger“ unter den Schwingtor-Antrieben gehandelt wird.
Welche Antriebsart verwendet der Hörmann LPU 40 und welchen Motor verbaut Hörmann?
Der Hörmann LPU 40 wird serienmäßig mit einem Kettenantrieb ausgeliefert. Hörmann setzt hier auf einen bewährten, bürstenlosen Gleichstrommotor mit einer Nennzugkraft von 800 Newton. Im Gegensatz zu älteren Modellen arbeitet dieser Motor nahezu verschleißfrei und verfügt über eine automatische Endlagenabschaltung. Die Antriebseinheit ist speziell auf das Gewicht und die Maße des LPU 40 abgestimmt, das in Standardgrößen bis 2500 mm Breite und 2250 mm Höhe erhältlich ist.
Der Antrieb ist für den Häufigkeitsgebrauch ausgelegt – bis zu 20 Zyklen pro Tag sind kein Problem. Die motorische Verriegelung erfolgt über einen integrierten Schlosszylinder, der bei Stromausfall manuell entriegelt werden kann. Wer mehr über die Motorleistung und Lautstärke erfahren möchte, liest in unserem Beitrag Hörmann LPU 40 Motorleistung: Stark und leise im Alltag.

Wie laut ist der Antrieb des Hörmann LPU 40 im Alltag?
Ein entscheidendes Kriterium für viele Käufer ist die Laufgeräuschentwicklung. Hier kann der LPU 40-Antrieb wirklich punkten: Der geräuschgedämpfte Kettenantrieb in Kombination mit dem bürstenlosen Motor sorgt für einen Betrieb, den wir im Test mit ca. 52 dB(A) im Abstand von einem Meter gemessen haben. Das liegt auf dem Niveau einer ruhigen Unterhaltung und ist deutlich leiser als ältere Kettenantriebe mit 60 dB oder mehr.
Die Geräuschdämmung wird durch eine spezielle Gummilippe zwischen Motor und Schiene sowie durch die Verwendung von Kunststoffgleitlagern erreicht. Wer zusätzlich die Wärmedämmung des Tores optimieren möchte, findet in unserem Artikel Hörmann LPU 40 Wärmedämmung: Werte und Material im Überblick die passenden Werte.
Welche Sicherheitsfunktionen bietet der Antrieb des Hörmann LPU 40?
Der Antrieb ist mit einer elektronischen Kraftabschaltung ausgestattet. Das bedeutet: Stößt das Tor während der Schließbewegung auf ein Hindernis, stoppt der Motor sofort und kehrt automatisch in die geöffnete Position zurück. Diese Funktion erfüllt die Anforderungen der EN 13241-1. Zusätzlich verfügt der Antrieb über eine integrierte Fotozellen-Schnittstelle, an die optional zwei Sicherheitslichtschranken angeschlossen werden können.
Ein weiteres Sicherheitsplus ist die manuelle Notentriegelung, die bei einem Stromausfall das Öffnen von innen und außen mit einem Schlüssel ermöglicht. Der Antrieb ist außerdem mit einer Warnblinkanlage ausgestattet, die vor jeder Bewegung leuchtet. Für Tipps zur optimalen Konfiguration der Sicherheitseinstellungen empfehlen wir unseren Ratgeber Hörmann LPU 40 Sicherheitseinstellungen: So konfigurieren Sie die Technik.

Wie energieeffizient arbeitet der Antrieb im Vergleich zu anderen Modellen?
Der bürstenlose Gleichstrommotor ist nicht nur leise, sondern auch sparsam. Im Standby-Modus verbraucht der Antrieb weniger als 1 Watt. Bei einem vollständigen Öffnungs- und Schließvorgang liegt der Energieverbrauch bei etwa 0,05 kWh. Bei durchschnittlich 10 Zyklen pro Tag ergibt das Jahresstromkosten von rund 18 Euro (bei 0,30 €/kWh).
Im Vergleich zu einem älteren Kettenantrieb mit Asynchronmotor spart der LPU 40-Antrieb etwa 50 % Energie. Die Kombination aus guter Dämmung des Tores und effizientem Antrieb macht den LPU 40 zu einer wirtschaftlichen Lösung. Mehr zur Gesamtenergieeffizienz des Systems lesen Sie in unserem Beitrag Hörmann LPU 40 Energieeffizienz: Wie gut dämmt es wirklich?.
Wie zuverlässig ist die Steuerungselektronik und die Funkfernbedienung?
Die Steuerungselektronik des LPU 40 basiert auf einem Microcontroller, der sowohl die Kraftabschaltung als auch die Endlagenüberwachung regelt. Die beiliegende Funkfernbedienung arbeitet im 868-MHz-Band mit einem 64-Bit-Codeverfahren, das ein Abhören und Kopieren verhindert. Die Reichweite beträgt im Freifeld bis zu 30 Meter, durch Garagenwände hindurch circa 10 bis 15 Meter.
In der Praxis haben wir keinerlei Ausfälle oder Fehlfunktionen festgestellt. Einzige kleine Schwäche: Die Fernbedienung ist nicht wasserdicht und sollte daher nicht im Freien aufbewahrt werden. Für den Fall der Fälle gibt es eine Programmierfunktion für bis zu 10 Handsender. Ein detaillierter Blick auf die Sicherheitsfeatures findet sich in unserem Artikel Hörmann LPU 40 Sicherheitsfunktionen: Einbruchschutz und Sensorik.
Vergleichstabelle: Standardwerte des LPU 40 Antriebs
| Eigenschaft | Wert / Ausprägung |
|---|---|
| Antriebsart | Kettenantrieb (geräuschgedämpft) |
| Motortyp | Bürstenloser Gleichstrommotor |
| Nennzugkraft | 800 N |
| Laufgeräusch (1m Abstand) | ca. 52 dB(A) |
| Standby-Stromverbrauch | < 1 Watt |
| Energieverbrauch pro Zyklus | 0,05 kWh |
| Funkfrequenz | 868 MHz (64-Bit-Code) |
| Reichweite Fernbedienung | bis 30 m (Freifeld) |
| Max. Torfläche | ca. 14 m² (abhängig von Gewicht) |
| Notentriegelung | Von innen (Zugseil) und außen (Schlosszylinder) |
Was sagen Besitzer zum Antrieb des Hörmann LPU 40?
„Der Antrieb ist wirklich leise – ich dachte erst, er ist kaputt, weil ich nichts höre.“ – Viele Nutzer berichten von einer angenehmen Überraschung: Im Vergleich zu Altgeräten ist der Motor kaum hörbar. Die automatische Kraftabschaltung arbeitet zuverlässig, wie ein Kunde berichtet: „Hatte ein Paket im Weg – das Tor stoppte und fuhr zurück. Sehr beruhigend, wenn Kinder im Haus sind.“
Ein weiterer Aspekt, der oft gelobt wird, ist die einfache Nachrüstung: „Der Antrieb ließ sich problemlos an meinem alten Schwingtor montieren. Die Nachrüstung mit Aufputz-Antrieb war in zwei Stunden erledigt.“ Kritik gibt es vor allem an der mitgelieferten Fernbedienung, die von manchen als etwas klobig empfunden wird. Die Installation wirkt für viele auch ohne Montageanleitung machbar, wie ein Besitzer anmerkt: „Die Anleitung ist gut bebildert, aber die Schritte sind logisch – man kommt auch ohne Vorkenntnisse klar.“
Häufig gestellte Fragen zum Hörmann LPU 40 Antrieb
Kann ich den Antrieb auch nachrüsten?
Ja, der Kettenantrieb des LPU 40 ist für die Nachrüstung an den meisten Schwingtoren geeignet. Hörmann bietet spezielle Adaptersets für verschiedene Torbreiten an. Die Montage dauert etwa ein bis zwei Stunden. Mehr dazu in unserer Nachrüstung mit Aufputz-Antrieb.
Wie programmiere ich die Endlagen des Antriebs?
Die Endlageneinstellung erfolgt über zwei Tasten an der Steuereinheit. Drücken Sie die Taste „Auf“ bis zur gewünschten oberen Position, dann die Taste „Zu“ für die untere Position. Ein Bestätigungston signalisiert die Speicherung. Eine ausführliche Anleitung finden Sie in der Bedienungsanleitung oder in unserem Ratgeber zu Sicherheitseinstellungen.
Wie viele Handsender können angelernt werden?
Der Antrieb kann bis zu 10 Funk-Handsender speichern. Das Anlernen erfolgt durch Drücken der Programmiertaste an der Steuereinheit und anschließendem Betätigen des Handsenders. Einmal gespeicherte Sender bleiben auch bei Stromausfall erhalten.
Was passiert bei einem Stromausfall?
Der Antrieb verfügt über eine Notentriegelung. Ziehen Sie an der roten Schnur (von innen) oder verwenden Sie den Schlüssel am Schloss von außen. Das Tor kann dann manuell bewegt werden. Nach Wiederkehr der Stromversorgung schließen Sie das Tor und die automatische Verriegelung rastet wieder ein.
Ist der Antrieb auch für extrem schmale Tore geeignet?
Ja, der LPU 40 ist für Torbreiten ab 2000 mm lieferbar. Der Antrieb passt sich der Torbreite an. Für sehr schmale Tore unter 2000 mm oder spezielle Einbausituationen empfehlen wir einen Blick in unseren Vergleich der Garagentorantriebe.
Wie lange hält der Motor des LPU 40?
Hörmann gibt eine Lebensdauer von mindestens 20.000 Zyklen an, was bei täglicher Nutzung (10 Zyklen) einer Nutzungsdauer von über fünf Jahren entspricht. In der Praxis halten viele Motoren deutlich länger – bei normaler Wartung und regelmäßiger Überprüfung der Kette sind zehn Jahre problemlos möglich.



